Den Weinberg als Lebensraum begreifen

 Ein vitaler Boden ist die Voraussetzung für einen guten Wein. Unsere Weine sollen den Charakter des Bodens, unseres Terroirs, in sich tragen. Das schaffen wir durch die nachhaltige Bewirtschaftung des Bodens, denn hier spielt die Musik. Wie bei einer Komposition werden im Boden die Noten gesetzt, Mikroorganismen schließen die Nährstoffe auf, Ton für Ton zieht in die Rebe, und fügt sich später im Wein zu einer Harmonie aus Mineralität, Aromen und Tiefe.

 

Je mehr wir also Sorge tragen für einen gesunden, humusreichen und optimal durchlüfteten Boden, desto vielfältiger entwickelt sich das Bodenleben und desto vielschichtiger wird die Partitur, der Wein.

 

Deshalb fördern wir in unseren Weinbergen die biologische Vielfalt.  Das kommt der Natur zu Gute und dem Wein. Denn wo die Natur im Gleichgewicht ist, treffen Schädlinge auch auf ihre natürlichen Gegenspieler.

 

Mit Begrünungseinsaaten helfen wir, wertvolle Energie für Boden und Rebstöcke freizusetzen. Sie schaffen den Lebensraum für unzählige Mikroorganismen, Insekten und Bodentiere. In einem lebendigen Weinberg summt es, es brummt, zirpt, zwitschert und raschelt es – ein Weinberg voller Klang.

 

Wir pflegen die Böschungen, erhalten Hecken und lassen Baumstümpfe stehen, sie dienen als Nistplätze für Vögel und sind ein aktiver Beitrag, um den Weinberg zu beleben.

 

Winzer oder Weingenießer – wir alle können Pate sein, für die Artenvielfalt in dem Lebensraum, der von unserem Wirken abhängt. Als Weinmacher wollen wir die Lebenskreisläufe verantwortungsvoll steuern und sehen uns als Teil eines Ganzen.